Sagen vom Türlersee
Da, wo jetzt der Türlersee sich ausbreitet, lag in alten Zeiten ein schöner Bauernhof mit fruchtbaren Feldern. Der Besitzer hatte ein einziges Kind, eine anmutige, liebe Tochter. Die war dem jungen Schlossherrn auf der Schnabelburg ins Auge gefallen, und er stellte ihr leidenschaftlich nach. Das ehrbare Kind wies aber beharrlich all seine Versprechungen zurück
Entstehung des Türlersees
(Auszug aus dem ersten Werbeschreiben von 1934 für Neumitglieder "Retten Sie den Türlersee" Präsident H. Spinner und Aktuar W. Ruegg)
"Liebe Naturfreunde!"
"Freilich seine Geburt ging nicht weniger den friedlich vor sich und war für die Gegen eine Katastrophe- Es war zur Zeit als die Gletscher nach ihrem letzten Vorstoss in unser Land sich endgültig nach ihren heutigen Standorten zurückzogen. Die wenigen Menschen, die damals noch in Höhlen lebten, kannten noch keinen "Weekend-Betrieb". Die Hügel und Berge am Uetliberg und Albis waren da aber noch unruhiger als heute. Da löste sich eines Tages ein gewaltiges Stück Aeugsterberges, stürzte zu Tal und füllte dieses vom heutigen See bis gegen Götschihof aus, also auf 1700 m Länge und 800 m Breite.
Fakten und Zahlen
- Gesamtfläche 575 ha
- Meereshöhe 643 m.ü.M.
- Durchschnittliche Wassertemparatur im Hochsommer 23.5 Grad
- Seefläche 50 ha
- Seetiefe 22m
Fauna, Flora und Menschen
(Auszug aus dem ersten Werbeschreiben von 1934 für Neumitglieder "Retten Sie den Türlersee" Präsident H. Spinner und Aktuar W. Ruegg)
"Auch unter dem träumenden Wasserspiegel begann es sich zu regen. Froschlöffel, Seerosen und allerhand wasserdichte Gewächse wurzelten auf dem Grunde, Schilf und Rohrkolben säuselten im Wind und bereiteten den Boden für eine üppige Sumpfvegetation. Frau Flora machte dem Wasser den Raum streitig. Der Verlandungsprozess begann. Prächtige Schwertlilien erfreuten das Auge und Sumpfaritäten den Botaniker. Menschen besiedelten das stille Tal und rangen mit der sumpfigen Scholle um ihr Brot. Wanderer kamen und gingen, wohl keiner, ohne stille zu stehen und den träumerischen Spiegel mit seinen lauschigen Buchten und umbuschten Ufern zu bewundern, und mancher schon hat seine erhitzten Glieder in seinem erquichenden Nass gekühlt...
